Nach jahrelanger Ankündigung wird in dieser Saison endlich der langersehnte Wasserspielplatz im Schloss Beck eröffnet und dieses Mal wirklich. Die hitzige Debatte mit der Stadtverwaltung um Betriebsgenehmigung und Wasserqualität ist beendet, wie Geschäftsführerin Katharina Graveland-Kuchenbäcker bestätigt. „Zur neuen Saison kann die Anlage in Betrieb gehen“, sagt sie erleichtert. Damit steht einer erfrischenden Abkühlung im Sommer nichts mehr im Wege.
Eine sinnvolle Erweiterung für Schloss Beck
Das Schloss Beck erweitert sein Angebot in diesem Jahr auf besonders stimmige Weise: Der beliebte Familienpark in Bottrop eröffnet einen farbenfrohen Wasserspielplatz im Thema der historischen Schlossmühle. Zahlreiche interaktive Spielelemente, Kletterstrukturen und ein Kippeimer sollen die Geschichte des Ortes aufgreifen und gleichzeitig für ordentlich Planschspaß sorgen.
Die Investition kann sich sehen lassen: Rund zwei Millionen Euro flossen in das Projekt, die größte Einzelinvestition in der Parkgeschichte. Entwickelt wurde die Anlage vom Hersteller Emsland Kinderland.
Doch trotz des finanziellen Kraftakts verzögerte sich die Eröffnung: Eigentlich war die Premiere bereits für 2023 angepeilt. Neue, höhere Auflagen der Stadt zur Wasseraufbereitung und -qualität machten den Kuchenbäckers jedoch einen Strich durch die Rechnung. „Die Stadt hat neue und höhere Auflagen an die Aufbereitung und Qualität des Wassers als ursprünglich angenommen“, erklärt Graveland-Kuchenbäcker. Erst nach intensiven Verhandlungen und technischen Nachrüstungen konnte grünes Licht gegeben werden.
Mittlerweile ist die Lösung gefunden: Ein Brunnen mit Trinkwasserqualität wird die Anlage künftig versorgen, ganz ohne städtische Bedenken. Die Geschäftsführerin zeigt sich zuversichtlich: „Im Februar sind wir fertig mit dem Wasserspielplatz.“ Ein starkes Zugpferd für die Saison 2026… und wohl auch darüber hinaus.

Wir sind begeistert, unseren Gästen einen Ort zu bieten, an dem sie sich austoben und gleichzeitig die Natur genießen können. Unser neuer Wasserspielplatz ist der perfekte Ort für Familien, um gemeinsam Zeit zu verbringen und schöne Erinnerungen zu schaffen.
Katharina Graveland-Kuchenbäcker, Geschäftsführerin Schloss Beck
Rückblick: Eine Saison mit Höhen und Tiefen
Die vergangene Saison verlief trotz holprigem Sommer wetterbedingt nicht so schlecht wie befürchtet. „Bei uns war die Saison nicht so schlecht wie bei anderen Freizeitparkbetreibern“, fasst Graveland-Kuchenbäcker zusammen. „Sagen wir mal: Es war eine durchwachsene Saison.“ Besonders Familienfreizeitparks sind auf beständiges Wetter angewiesen und ausgerechnet die ersten Sommerferienwochen im Juli waren verregnet. „Die letzten drei Ferienwochen waren dagegen richtig gut“, sagt sie.
Auch die Diskussionen mit der Stadt um den Wasserspielplatz überschatteten das Jahr, ein emotionales Thema, wenn die größte Investition der Parkgeschichte stillsteht. Doch nun soll endgültig Ruhe einkehren und der Fokus wieder auf das Erlebnis für die Gäste gerichtet werden.
Blick nach vorn: Die nächste Baustelle
Stillstand gibt es im Schloss Beck ohnehin selten: Die nächste große Baustelle steht bereits fest und zwar wortwörtlich auf dem Herrenhaus. Das historische Mansarddach muss saniert werden. Die Dachform, benannt nach dem französischen Architekten François Mansart (1598–1666), prägt viele Pariser Prunkbauten und fand später auch im westfälischen Spätbarock großen Anklang.
In diesem Stil errichtete Johann Conrad Schlaun das heutige Wasserschloss zwischen 1766 und 1777 für Friedrich Florenz Rhaban Freiherr von der Wenge. Eine bedeutende kulturhistorische Baustelle und eine Investition in den Erhalt des architektonischen Erbes von Schloss Beck.
Quelle: WAZ, 28. Oktober 2025





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