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Liseberg wird zum Glückslabor: Forscher untersuchen, was Achterbahnen mit uns machen

"Balder" © Liseberg
"Balder" © Liseberg

Göteborgs legendärer Freizeitpark Liseberg wird im Sommer 2026 zum lebendigen Forschungslabor für menschliches Glück. Zusammen mit Spitzenwissenschaftlern aus Stockholm und London untersucht der Park, was Achterbahnen wirklich mit uns machen.

Ein Park schreibt Wissenschaftsgeschichte

Können gemeinsame Adrenalinstöße menschliche Beziehungen stärken? Und was macht intensive Freude eigentlich mit uns als Menschen? Diesen Fragen geht ab diesem Sommer das sogenannte The Liseberg Happiness Lab nach. Hinter dem Projekt stehen Professor Micael Dahlen und das Center for Wellbeing, Welfare and Happiness an der Stockholm School of Economics (CWWH). Ergänzt wird das Team durch affiliierte Forscherinnen und Forscher des Karolinska Instituts sowie der London School of Economics. Gemeinsam verwandeln sie Skandinaviens größten Freizeitpark in ein Forschungsfeld, das so lebendig ist wie kaum ein Labor der Welt.

Was steckt hinter dem Happiness Lab?

Im Mittelpunkt der Forschungskooperation stehen Freude, Gemeinschaft und menschliches Wohlbefinden. Ein zentrales Konzept dabei ist der sogenannte Eustress: eine positive Form von Stress, die durch bedeutungsvolle und bewältigbare Herausforderungen entsteht und Motivation, Leistung sowie Wohlbefinden steigern kann. Kurz gesagt: der angenehme Schrecken kurz vor dem ersten Sturz im Steilhang einer Holzachterbahn zählt ab jetzt als Forschungsgegenstand.

Die Messungen erfolgen auf mehreren Wegen vor, während und nach den Parkbesuchen. Neben klassischen Befragungen kommen auch Geräte zum Einsatz, die physiologische Reaktionen in Echtzeit erfassen. Mehr als tausend freiwillige Teilnehmende, die das Projektteam als „Citizen Researchers” bezeichnet, werden im Laufe des Sommers 2026 an den Studien mitwirken. Wer mitmachen möchte, kann sich über die Liseberg-Website für die verschiedenen Projekte anmelden. Die Forschungsergebnisse sollen anschließend sowohl in Fachzeitschriften als auch in allgemeinverständlichen Berichten veröffentlicht werden.

Andreas Andersen, CEO von Liseberg, bringt die Faszination des Projekts auf den Punkt: Seit mehr als hundert Jahren sei Liseberg ein Ort, an dem Menschen zusammenkämen, um starke Erlebnisse zu teilen. Genau diese Momente wissenschaftlich zu durchleuchten, sei ein aufregender nächster Schritt.

Professor Dahlen ergänzt: Durch viele bisherige Forschungsprojekte am CWWH habe man gelernt, dass Menschen, denen es gutgehe, auch Gutes täten. Über die negativen Auswirkungen von Stress sei viel bekannt. Was intensive Freude jedoch tatsächlich mit dem Menschen mache, sei bislang kaum erforscht. Liseberg biete nun die einmalige Gelegenheit, genau das in einem realen Umfeld zu untersuchen.

Was denkst du: Können gemeinsame Erlebnisse im Freizeitpark Beziehungen wirklich stärken? Und würdest du als Citizen Researcher an so einem Projekt teilnehmen? Schreib deine Meinung in die Kommentare!

Quelle: Pressemitteilung Liseberg, 17. Juni 2026

Chris

Angefangen hat alles auf der Grand-Canyon-Bahn im Phantasialand. Seitdem wurde die Begeisterung für Freizeitparks und der Flucht aus dem Alltag entfacht. Nun möchte ich Euch zusammen mit dem Team, ein Stückchen Spaß nach Hause bringen.

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