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Plantsch in Schongau schließt für Rekord-Revision: Neue Lüftung, neue Pläne

© Plantsch Schongau
© Plantsch Schongau

Das Schongauer Hallenfreibad Plantsch geht vom 13. September bis voraussichtlich 3. November in die längste Zwangspause seiner Geschichte, denn eine komplette Lüftungsanlage wird ausgetauscht und dafür muss sogar das Dach geöffnet werden.

Das Plantsch blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Nachdem das 30 Jahre alte Vorgängerbad 1999 über Nacht schließen musste, öffnete im Dezember 2001 das heutige Hallenfreibad seine Türen. Mittlerweile ist auch dieses Bad kein Jungspund mehr, wie KU-Vorstand Andreas Kosian den neuen Mitgliedern des Bäderausschusses unumwunden erklärte. Trotzdem steht das Plantsch nach seinen Worten technisch und personell gut da: Kein Investitionsstau, ein moderner Gesamtbetrieb und ein eingespieltes Team von Bademeistern, die sich ihren Arbeitgeber durchaus aussuchen können. Auch wirtschaftlich läuft es rund, seit die Gastronomie modernisiert wurde und das 2016 erweiterte Saunaland zuverlässig Gäste anzieht.

Plantsch mit großen Expansionsplänen

Richtig spannend wird es aber, wenn man einen Blick in die Zukunft wirft. Kosian möchte die Leitung bis 2029 an das KU Stadtwerke übergeben, hat bis dahin aber noch einiges vor. Das Bad kratzt nämlich an seiner Kapazitätsgrenze: Ursprünglich für 170.000 Besucher geplant, verzeichnet das Plantsch inzwischen rund 300.000 Gäste im Jahr. Deshalb bringt Kosian eine eigene Trainingshalle für Schulschwimmen und Vereine ins Spiel, verbunden mit mehr Liegefläche und einem größeren Mutter-Kind-Bereich.

Da eine einzelne Gemeinde solche Großprojekte kaum allein stemmen kann, setzt er dabei auf interkommunale Zusammenarbeit. Auch eine weitere Vergrößerung des Saunalands mit zusätzlichem Ruheraum sowie dringend benötigte neue Sanitärräume stehen auf der Wunschliste, ebenso größere Umkleide- und Spindflächen als Grundvoraussetzung für alle weiteren Ausbaupläne. Eine Wintergarten-Idee für den Gastro- und Saunabereich wurde bislang immerhin schon einmal mündlich mit dem Bauamt besprochen.

Auf der Zahlenseite zeigte sich Kosian zufrieden. Die Modernisierung der Gastronomie kostete die Stadt 312.000 Euro brutto und damit etwas mehr als geplant, vor allem weil bei der Elektroinstallation statt 220 plötzlich 430 Regiestunden nötig wurden, da alte Installationen teilweise nicht weiterverwendet werden konnten. Die Besucherzahlen im ersten Halbjahr sprechen für sich: 140.559 zahlende Gäste bedeuten ein Plus von 4.261 gegenüber dem Vorjahr. Aus dem Ausschuss kamen dazu kritische Nachfragen, unter anderem ob man an Besuchergrenzen inzwischen Gäste wegschicken müsse. Laut Kosian passiert das bewusst nicht, an zehn bis zwölf Tagen im Jahr sei aber ein kurzfristiger Einlassstopp nötig.

Ab dem 13. September ist der Badebetrieb fürs Erste beendet

Und dann die Nachricht, die Schwimmfans schon jetzt im Kalender markieren sollten: Vom 13. September bis voraussichtlich 3. November bleibt das Plantsch für die bislang längste Revision seiner Geschichte geschlossen. Grund ist der Austausch der ersten von insgesamt acht Lüftungsanlagen, deren Nutzungsdauer längst überschritten ist. Weil dafür sogar das Dach geöffnet werden muss, wird es aufwändig und mit rund 235.000 Euro auch nicht ganz günstig. Wer nicht ganz auf Entspannung verzichten möchte, darf sich freuen: Die Sauna öffnet schon deutlich früher wieder ihre Pforten.

Wie stehst Du zu den Ausbauplänen fürs Plantsch? Würdest Du eine eigene Trainingshalle begrüßen oder findest Du, das Bad sollte lieber so bleiben, wie es ist? Schreib uns Deine Meinung gerne in die Kommentare!

Quelle: Merkur, 18. Juli 2026

Chris

Angefangen hat alles auf der Grand-Canyon-Bahn im Phantasialand. Seitdem wurde die Begeisterung für Freizeitparks und der Flucht aus dem Alltag entfacht. Nun möchte ich Euch zusammen mit dem Team, ein Stückchen Spaß nach Hause bringen.

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