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Vom Kinderbuch zum Freizeitpark: Bayard-Gruppe übernimmt Kingoland in der Bretagne

"Pistone Tower" von SBF Visa © Kingoland
"Pistone Tower" von SBF Visa © Kingoland

Der französische Medienkonzern Bayard hat eine Mehrheitsbeteiligung am bretonischen Freizeitpark Kingoland erworben und beweist damit, dass man seine Zielgruppen auch abseits des Papiers begeistern kann.

Eine Übernahme mit Herz und Strategie

Der Presse- und Verlagskonzern Bayard, bekannt für Publikationen wie La Croix und zahlreiche Kinder- und Jugendzeitschriften, hat offiziell eine Mehrheitsbeteiligung am Freizeitpark Kingoland im Morbihan übernommen. Das Unternehmen begreift diesen Schritt als mehr als nur eine Investition: Bayard bezeichnet die Transaktion als seltene strategische Gelegenheit, die eine nachhaltige Diversifizierung ermögliche, die vollständig mit der eigenen Unternehmensmission vereinbar sei.

In enger Zusammenarbeit mit Parkgründer Dominique Leroux und seinem Team will Bayard das 2014 eröffnete Familienausflugsziel weiterentwickeln. Künftig sollen schrittweise generationenübergreifende Inhalte und Geschichten aus der Verlags- und Redaktionswelt in das Freizeitparkangebot einfließen.

CAP 2029: Wenn Verlage Freizeitparks kaufen

Mit diesem Schritt treibt Bayard im Rahmen seines Strategieplans “CAP 2029” die Diversifizierung seiner Aktivitäten über das klassische Mediengeschäft hinaus voran. Das Unternehmen plant, die Figuren seiner Kinderbücher und Jugendzeitschriften als physische Erlebnisse im Park zu inszenieren, ein nachhaltiges Wachstumsmodell zu etablieren und die Bindung zu den Zielgruppen zu stärken. Laut Bayard sind Freizeitparks heute zentrale Orte der sozialen Begegnung und des generationenübergreifenden Austauschs.

Dass gleichzeitig ein Stellenabbau angekündigt wurde, der bis zu 59 Positionen in Frankreich betreffen könnte, verleiht der Meldung einen nüchterneren Beigeschmack. Bayard betont jedoch, diesen Prozess im Rahmen eines Freiwilligenprogramms sowie in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern gestalten zu wollen.

Kingoland: Von 45.000 auf 215.000 Besucher

Die Entwicklung des Parks ist beeindruckend: Zwischen 2014 und 2019 wuchs die Besucherzahl von 45.000 auf 125.000, und 2025 wurde mit 215.000 Besuchern ein neuer Rekord aufgestellt. 2020 stieg Bpifrance über seinen Fonds France Investissement Tourisme 2 ins Kingoland ein und legte damit den Grundstein für den nächsten Wachstumsschub. Für die Saison 2026 bereitet der Park eine neue Attraktion namens “Tomahawk” vor. Der Park wächst also weiter, und mit Bayard als neuem Mehrheitseigentümer dürften die nächsten Jahre inhaltlich wie wirtschaftlich besonders spannend werden.

Was kannst du im Kingoland bereits jetzt erleben?

Kingoland liegt in Plumelin im Morbihan und erstreckt sich auf 8 Hektar mit über 40 Attraktionen, einer durchdachten Themenwelt und besonderem Augenmerk auf die Gestaltung der einzelnen Bereiche. Das Angebot umfasst Achterbahnen, ein Geisterschloss, eine Piratenbootschaukel, einen Freifall-Turm, ein 6D-Kino, Wildwasserbahnen und vieles mehr. Die verschiedenen Themenbereiche versetzen Besucherinnen und Besucher in die Welt der Cowboys, Piraten, Rennfahrer oder in mexikanisches Flair. Günstig gelegen, 30 Minuten vom Meer und eine Stunde von Rennes, Quimper oder Saint-Brieuc entfernt, richtet sich der Park an Familien, die einen vollwertigen Tagesausflug suchen. Gründer Dominique Leroux hatte übrigens zehn Jahre lang Freizeitparks im Westen Frankreichs bereist, bevor er das Konzept für Kingoland entwickelte.

Lohnt sich ein Besuch?

Kingoland ist kein Konzernpark von der Stange, sondern ein bodenständiger, familienfreundlicher Freizeitpark mit echtem regionalen Charakter. Über 40 Attraktionen warten auf Besucherinnen und Besucher jeden Alters, darunter eine Achterbahn, ein 20 Meter hoher Freifall-Turm, ein Piratenschiff, fliegende Stühle und eine Geisterbahn. Auch die Kleinsten kommen nicht zu kurz, und zwischen den Fahrten sorgt ein Show-Programm mit Magie, Jonglage und Akrobatik für Unterhaltung. Das Eintrittsticket kostet für Erwachsene 18,50 Euro und für Kinder 16,50 Euro und gewährt unbegrenzten Zugang zu allen Attraktionen sowie zur saisonalen Show. Für Familien, die einen abwechslungsreichen Tag in der bretonischen Landschaft verbringen möchten, ist Kingoland eine solide und sympathische Wahl. Mit Bayard als neuem Mehrheitseigentümer stehen zudem spannende inhaltliche Entwicklungen in Aussicht.

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Mehr Informationen

Was denkst du: Kann die Verbindung aus Medienkonzern und Freizeitpark wirklich funktionieren? Glaubst du, dass Buch- und Zeitschriftenfiguren einem Freizeitpark die nötige Strahlkraft verleihen? Schreib deine Meinung gerne in die Kommentare!

Quellen: Le Telegramme, 09. April 2026; Le Journal des Enterprises, 10. April 2026

Chris

Angefangen hat alles auf der Grand-Canyon-Bahn im Phantasialand. Seitdem wurde die Begeisterung für Freizeitparks und der Flucht aus dem Alltag entfacht. Nun möchte ich Euch zusammen mit dem Team, ein Stückchen Spaß nach Hause bringen.

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