Zamperla hat gemeinsam mit Morgan’s Wonderland eine Attraktion entwickelt, die zeigt, wie modernes Ride-Design wirklich aussehen kann, wenn Inklusion von Anfang an mitgedacht wird.
Seit dem 28. Februar 2026 dreht sich im Morgan’s Wonderland in San Antonio, Texas, etwas Besonderes: WingZ of Wonder, eine neue Fahrattaktion des italienischen Herstellers Zamperla, hat offiziell ihren Betrieb aufgenommen. Damit landet eine Attraktion, die erstmals auf der IAAPA Expo Orlando 2025 der Branche vorgestellt wurde, endlich dort, wo sie hingehört: mitten im Parkbetrieb, inmitten von Besuchern aller Fähigkeiten.
Das Konzept ist so einfach wie charmant. Wer seine Arme auf und ab bewegt, bringt seine Gondel zum Steigen und Sinken, während sich der zentrale Turm langsam dreht. Man ist also buchstäblich Pilot des eigenen kleinen Flugerlebnisses, und wer am höchsten flattert, darf sich zumindest innerlich als Sieger fühlen.

Technik im Dienst der Teilhabe
Was WingZ of Wonder von vielen anderen Attraktionen unterscheidet, ist nicht die schiere Größe oder die Geschwindigkeit, sondern die Sorgfalt, mit der die Zugänglichkeit in das Engineering eingeflossen ist. Zamperla arbeitete eng mit dem Morgan’s Inclusion Institute zusammen, das Expertise im Bereich Barrierefreiheit einbrachte. Das Ergebnis: Rollstuhlfahrer können direkt an Bord gehen und die Attraktion gemeinsam mit Freunden und Familie erleben.
Wer seine Arme nicht bewegen kann, ist dabei keineswegs außen vor. Eine Begleitperson, die auf derselben Gondel sitzt, kann die Bewegung übernehmen und so das interaktive Element für alle zugänglich machen. Das kabelgetriebene System sorgt für sanfte, präzise Bewegungsabläufe, die sowohl für empfindliche als auch für abenteuerlustige Gäste angenehm sind.

Die technischen Eckdaten lesen sich solide: Die Anlage ist 12 Meter hoch, hat einen Durchmesser von 13 Metern, dreht sich mit 2,5 Umdrehungen pro Minute und bietet Platz für 16 Erwachsene gleichzeitig. Bei einer theoretischen Stundenkapazität von 320 Personen und einer Lade- und Entladezeit von jeweils 90 Sekunden ist WingZ of Wonder auch aus betrieblicher Sicht eine durchdachte Lösung.
Stimmen aus dem Projekt
Antonio Zamperla, CEO von Zamperla, kommentierte die Eröffnung mit deutlichen Worten: Für sein Team sei es besonders bedeutsam, ein Projekt wie dieses mit Morgan’s Wonderland umzusetzen, einem Park, der weltweit für seine inklusive Mission bekannt sei. Der Anspruch, Spaß so zu gestalten, dass er wirklich gemeinsam erlebt werden kann, stehe dabei im Mittelpunkt.
Cat Lorenzo, Präsidentin von Morgan’s Wonderland, betonte, dass WingZ of Wonder zeige, was möglich sei, wenn Engineering mit Inklusion als Designvoraussetzung beginnt und nicht als nachträglicher Zusatz. Zamperla habe genau zugehört, wie die Gäste sich bewegen, spielen und Attraktionen erleben, und daraus etwas entstehen lassen, das es so noch nicht gegeben habe.
Was denkst du über Attraktionen wie WingZ of Wonder? Sind mehr Freizeitparks gefragt, die Inklusion von Anfang an mitdenken, oder geht die Branche bereits in die richtige Richtung? Schreib deine Meinung gerne in die Kommentare!
Quellen: Pressemitteilung Zamperla, 18. November 2025; Pressemitteilung Zamperla, 03. März 2026





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