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Großes Aufräumen bei Six Flags: Sieben Parks wechseln den Besitzer

"Ednör" © La Ronde
"Ednör" © La Ronde

Six Flags Entertainment Corporation gibt bekannt, sieben seiner Parks für insgesamt 331 Millionen US-Dollar (ca. 303 Millionen Euro) an EPR Properties zu verkaufen. Ein milliardenschweres Aufräumen mit Ansage, das für die betroffenen Parks aber weniger dramatisch ist, als es auf den ersten Blick klingt.

Six Flags setzt auf Fokus statt Fläche

Nordamerikas größter regionaler Freizeitparkbetreiber zieht die Reißleine und trennt sich von einem Teil seines Portfolios. Six Flags Entertainment Corporation hat mit EPR Properties verbindliche Vereinbarungen zum Verkauf von sieben Parks unterzeichnet. Der Kaufpreis beläuft sich auf 331 Millionen US-Dollar (ca. 303 Millionen Euro), vorbehaltlich üblicher Anpassungen. Der Abschluss der Transaktion wird zum Ende des ersten Quartals oder zu Beginn des zweiten Quartals 2026 erwartet.

Six Flags-Präsident und CEO John Reilly macht dabei kein Geheimnis aus der Strategie: Man wolle Kapital, Führungskraft und operativen Fokus auf jene Parks konzentrieren, die die stärksten Renditen erzielen. Reilly hatte seit seinem Amtsantritt stets betont, dass die Ertragskraft von Six Flags noch nicht ausgeschöpft sei. Mit diesem Deal soll sich das ändern.

Welche Parks sind betroffen?

Zum Verkauf stehen sieben Anlagen, die 2025 gemeinsam rund 4,5 Millionen Besucher empfingen und einen Nettoumsatz von circa 260 Millionen US-Dollar (ca. 238 Millionen Euro) sowie ein bereinigtes EBITDA von rund 45 Millionen US-Dollar (ca. 41 Millionen Euro) erwirtschafteten:

  • Valleyfair (Minneapolis, Minnesota)
  • Worlds of Fun (Kansas City, Missouri)
  • Michigan’s Adventure (Grand Rapids, Michigan)
  • Schlitterbahn Waterpark Galveston (Galveston, Texas)
  • Six Flags St. Louis (St. Louis, Missouri)
  • Six Flags Great Escape (Queensbury, New York)
  • Six Flags La Ronde (Montreal, Kanada)

Was sind das eigentlich für Parks?

Die sieben betroffenen Parks gehören zu den traditionsreichsten Freizeitanlagen Nordamerikas. Valleyfair, gegründet 1976, ist ein familienfreundlicher Park mit Achterbahnen und einem Wasserbereich und gilt als Institution im Mittleren Westen der USA. Worlds of Fun in Kansas City blickt auf eine Geschichte seit 1973 zurück und bietet neben klassischen Fahrattraktionen auch den angrenzenden Wasserpark Oceans of Fun. Michigan’s Adventure ist der größte Freizeitpark des Bundesstaates Michigan und ein beliebtes Ausflugsziel für Familien aus der gesamten Region.

Schlitterbahn Waterpark Galveston ist ein reiner Wasserpark in Texas mit einer langen Geschichte als eigenständige Marke, bevor er in das Six-Flags-Portfolio integriert wurde. Six Flags St. Louis, einer der ältesten Parks unter dem Six-Flags-Banner, öffnete 1971 seine Pforten und begeistert seitdem Generationen von Besuchern. Das Six Flags Great Escape Resort in Queensbury, New York, kombiniert Freizeitparkvergnügen mit einem Lodge-Hotel und richtet sich besonders an Familien. Six Flags La Ronde schließlich ist der einzige Park des Konzerns in Kanada, strategisch günstig in Montreal gelegen, und einer der meistbesuchten Freizeitparks der Provinz Quebec.

Lohnt sich ein Besuch trotzdem noch?

Kurze Antwort: Ja, absolut. Wer befürchtet, dass mit dem Eigentümerwechsel sofort die Rutsche abmontiert oder der Lift Hill eingelagert wird, kann aufatmen. EPR Properties plant, die sechs US-Parks in Partnerschaft mit Enchanted Parks weiterzuführen, während Six Flags La Ronde von La Ronde Operations, Inc. unter der Leitung von Kieran Burke übernommen wird. Beide Partner bringen nachweisliche Erfahrung im Betrieb von Freizeitanlagen dieser Größenordnung mit.

Alle Saisonpässe behalten ihre Gültigkeit durch die gesamte Saison 2026, inklusive der Multi-Park-Privilegien innerhalb des Six-Flags-Verbunds. Die Parks laufen nach gewohntem Zeitplan weiter, und der Six-Flags-Markenname darf bis Ende 2026 weiterhin genutzt werden. Für dich als Besucher ändert sich im Alltag also zunächst nichts. Und mal ehrlich: Frisches unternehmerisches Engagement hat schon so manchem Park gut getan.

Wer bleibt übrig?

Nach Abschluss der Transaktion wird Six Flags noch 34 Parks an 23 Standorten in Nordamerika betreiben. Der Erlös aus dem Verkauf soll nach Steuern und Transaktionskosten für den Schuldenabbau verwendet werden. Auf Nachsteuerbasis erwartet das Unternehmen eine leichte Verbesserung des Verschuldungsgrads.

Was hältst du von dem Deal? Bist du selbst schon einmal in einem der sieben Parks gewesen, und machst du dir Sorgen um die Zukunft deiner Lieblingsanlage? Oder siehst du im Eigentümerwechsel sogar eine Chance für neue Investitionen und frischen Wind? Schreib deine Meinung gerne in die Kommentare!

Quelle: Pressemitteilung Six Flags Entertainment Corporation, 05. März 2026

Chris

Angefangen hat alles auf der Grand-Canyon-Bahn im Phantasialand. Seitdem wurde die Begeisterung für Freizeitparks und der Flucht aus dem Alltag entfacht. Nun möchte ich Euch zusammen mit dem Team, ein Stückchen Spaß nach Hause bringen.

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