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Rekordjagd in Lipperswil: Conny-Land kündigt neue Achterbahn “Massai” für 2027 an

So soll die "Massai" aussehen © Conny-Land
So soll die "Massai" aussehen © Conny-Land

Das Conny-Land in Lipperswil schreibt Achterbahn-Geschichte: Mit der neuen “Massai” rollt ab der Saison 2027 die schnellste, längste und höchste LSM-Achterbahn der Schweiz auf die Schienen.

Der Freizeitpark in der Ostschweiz legt sich ordentlich ins Zeug. Für rund 18,5 Millionen Euro (20 Millionen Schweizer Franken) entsteht in Lipperswil im Kanton Thurgau eine Achterbahn, die gleich mehrere Schweizer Rekorde in Angriff nimmt: 500 Meter Streckenlänge, bis zu 86 km/h Spitzengeschwindigkeit und eine Höhe von 22 Metern. Das ist kein bescheidenes Projekt, das ist eine klare Ansage.

Massai – Ein Name mit Bedeutung

Die neue Bahn trägt den Namen “Massai” und ist damit nach dem berühmten Hirtenvolk in Ostafrika benannt. Das Thema zieht sich konsequent durch die gesamte Gestaltung: Vorliegende Visualisierungen zeigen traditionelle Hütten, Figuren und Masken im afrikanischen Stil. Wer also gedacht hat, eine Achterbahnfahrt sei nur ein schneller Ritt durch Stahl und Kurven, der darf sich auf ein echtes Ambiente freuen.

Ganz schlimme KI Grafik als Einstimmung... das geht doch besser! © Conny-Land
Ganz schlimme KI Grafik als Einstimmung… das geht doch besser! © Conny-Land

Mack Rides liefert ein Custom-Layout

Hinter der “Massai” steckt ein klangvoller Name aus dem Schwarzwald: Hersteller ist Mack Rides aus Waldkirch, einer der renommiertesten Achterbahnbauer der Welt. Als Basis dient das bewährte Big-Dipper-Modell, das Gasser jedoch mit einem vollständig individuellen Layout bestellen ließ. Das Ergebnis ist eine Streckenführung, die es so kein zweites Mal gibt, maßgeschneidert für das Gelände und die Ambitionen des Conny-Lands. Fans des Herstellers kennen den Big Dipper bereits aus anderen europäischen Parks, doch diese Variante dürfte mit Abstand die spektakulärste sein.

So soll die "Massai" aussehen © Conny-Land
So soll die “Massai” 2027 aussehen © Conny-Land

Ein neues Fahrelement betritt die Bühne

Besonders spannend ist ein Fahrelement, das in dieser Form bisher noch nie gebaut wurde: Für einige Sekunden hängen die 16 Fahrgäste pro Zug kopfüber in der Luft, bevor die Fahrt wieder in aufrechter Position weitergeht. Betreiber Roby Gasser (65) verrät stolz: “Achterbahn-Fans nennen dieses Element bereits den Conny-Land-Loop.” Am Ende der Fahrt wartet dann noch ein klassischer Looping als krönender Abschluss. Eine Bahn, die sich also wirklich etwas getraut hat.

Der Katapultstart macht den Unterschied

Beim Beschleunigungssystem setzt die “Massai” auf LSM-Technik, also auf einen Linearmotor-Katapultstart. Bekannte Beispiele für dieses System sind Blue Fire und Voltron im Europa-Park. Was die Höhe betrifft: Zwar ist der Startturm der bisherigen Cobra-Achterbahn noch höher als der der “Massai”, doch bei den Bahnen mit LSM-Beschleunigung ist die neue Attraktion mit ihren 22 Metern die höchste der Schweiz. Ein feiner, aber feiernswerter Unterschied.

Die Cobra bekommt Konkurrenz aus dem eigenen Haus

Wer die Cobra kennt, weiß: Diese Bahn ist seit 2010 das Aushängeschild des Parks und galt lange als schnellste Achterbahn der Schweiz. Mit 85 km/h Höchstgeschwindigkeit liegt sie nur knapp unter der neuen “Massai”, ist mit 230 Metern Länge aber deutlich kürzer. Die Cobra darf sich also künftig über eine illustre Nachbarin freuen, die ihr den Schweizer Rekord-Titel in mehreren Kategorien abnimmt.

Die Seilbahn im Vordergrund und im Hintergrund die Looping Achterbahn "Cobra" © Connyland
Die Seilbahn im Vordergrund und im Hintergrund die Looping Achterbahn “Cobra” © Connyland

Baustart im Sommer 2025, Testfahrt im Frühjahr 2027

Mitte Juni 2025 werden die ersten Schienen nach Lipperswil geliefert, und der Aufbau beginnt. Der erste Testlauf ist für das Frühjahr 2027 geplant. Bestellt hat Gasser die Achterbahn bereits vor knapp drei Jahren, womit das Warten für ihn bald ein Ende hat. Auch er selbst kann es kaum erwarten, mit der neuen Bahn loszudüsen.

Das Investment von rund 18,5 Millionen Euro (20 Millionen Schweizer Franken) ist eine der größten Einzelinvestitionen in der Geschichte des Parks. Gasser spricht offen darüber, dass man dafür entsprechend mehr Besucher braucht. Derzeit kommen jährlich rund 300.000 Gäste in den Park.

Quelle: Blick.ch, 02. Juni 2026

Chris

Angefangen hat alles auf der Grand-Canyon-Bahn im Phantasialand. Seitdem wurde die Begeisterung für Freizeitparks und der Flucht aus dem Alltag entfacht. Nun möchte ich Euch zusammen mit dem Team, ein Stückchen Spaß nach Hause bringen.

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