Auf der IAAPA Expo Europe in London hat HUSS Park Attractions einen neuen Sitz, die DynaView Gondel und den Condor 2GH DynaView vorgestellt. Kurz gesagt: Die Gondel dreht künftig selbst mit, und dein Magen bekommt vermutlich ein Mitspracherecht.
Der deutsche Fahrgeschäftehersteller HUSS Park Attractions aus Bremen hat auf der IAAPA Expo Europe 2026 einen neuen Standard für Sitze präsentiert. Mit dabei: die DynaView Gondel sowie der Condor 2GH DynaView, eine neue Generation des bekannten HUSS Condor, die die Bewegung direkt zum Fahrgast bringt.
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Ein neuer Sitzstandard für alle
Über zwei Jahre hat HUSS an einer neuen Generation von Sitzen gearbeitet. Die Erwartungen der Gäste verändern sich, und moderne Attraktionen sollen sich für ein breiteres Publikum bequem, sicher und natürlich anfühlen. Genau darauf ist der neue Sitz ausgelegt.

Er kommt mit einem ergonomischen, offenen und modernen Design, das mehr Platz und Komfort bietet, ohne das Gefühl von Sicherheit zu verlieren. Statt eines klassischen Schulterbügels setzt HUSS auf einen Beckenbügel. Das sorgt für mehr Bewegungsfreiheit, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen. Das Ziel: Fahrgäste jeder Größe sollen bequem sitzen, ohne sich eingequetscht zu fühlen. Für alle, die schon einmal versucht haben, sich in einen Schulterbügel zu falten, klingt das nach einer echten Verbesserung.
Der Sitz ist aber mehr als ein Ort zum Sitzen. Er versteht sich als vielseitige Plattform für künftige HUSS Attraktionen und ermöglicht integrierten Bordton. Das eröffnet neue Möglichkeiten für Storytelling, Musik und immersive Fahrerlebnisse. Außerdem lässt sich der Sitz an die Identität eines Parks, einer Attraktion oder einer Marke anpassen, etwa durch Farben, Oberflächen, integrierte Designelemente und künftige Audiofunktionen. Der Sitz soll damit ein kreatives Element der Attraktion sein und nicht nur ein funktionales Bauteil.
Auch Betreiber profitieren. Schnelles und intuitives Ein- und Aussteigen steigert die Effizienz im Betrieb, und das Up-and-over-Zugangssystem erleichtert Gästen mit eingeschränkter Mobilität den Einstieg. Der neue Standard soll in vielen HUSS Attraktionen zum Einsatz kommen und so ein einheitliches Fahrerlebnis der nächsten Generation im gesamten Produktportfolio schaffen.
DynaView: Die Gondel wird Teil der Fahrt
Während der neue Sitz die Beziehung zwischen Fahrgast und Rückhaltesystem neu denkt, hebt die DynaView Gondel das Fahrerlebnis auf eine andere Ebene. Entwickelt durch HUSS Motion Engineering, folgt die Gondel nicht mehr nur der Bewegung der Attraktion, sondern verändert aktiv ihre Ausrichtung. Das fügt eine zusätzliche Ebene aus Bewegung und Interaktion zwischen Fahrgast und Fahrgeschäft hinzu.
Die Ausrichtung wird von einem integrierten Steuerungsmechanismus präzise kontrolliert, sodass sich die Position während des gesamten Fahrzyklus genau definieren und programmieren lässt. Du kannst dadurch verschiedene Perspektiven erleben: vorwärts, rückwärts, mit dem Gesicht nach innen oder außen, geneigt, aufrecht oder rotierend. Jede Bewegung verändert die Aussicht, und jede Aussicht verändert das Erlebnis. Ein Fahrgeschäft kann so von einer entspannten Panoramafahrt in eine energiegeladene Sequenz wechseln, allein durch die Ausrichtung der Gondel.
DynaView bietet dafür drei Bewegungsmodi:
Controlled: Betreiber und Kreativteams programmieren Bewegung und Ausrichtung der Gondel exakt, synchronisieren sie mit dem Fahrzyklus und nutzen die Orientierung als zusätzliches Werkzeug für Storytelling und Theming.
FreeFlow: Die Gondel reagiert natürlich auf die wirkenden Kräfte. Schwerkraft und Physik bestimmen die Bewegung, was ein organisches, fließendes Fahrgefühl statt einer festen Choreografie ergibt.
Interactive: Fahrgäste können Ausrichtung und Bewegung ihrer Gondel selbst beeinflussen. Das ermöglicht ein aktiveres, persönlicheres Erlebnis, bei dem du selbst zum Teil der Bewegung wirst. Ob das deinem Sitznachbarn gefällt, ist eine andere Frage.
Zusammen ergeben die drei Modi eine flexible Plattform, die von präzise choreografierten Abläufen über organische Bewegung bis zur direkten Fahrgastinteraktion reicht.
Condor 2GH DynaView: Zwei Erlebnisse, ein Turm
Um die Möglichkeiten der neuen Technik zu zeigen, stellt HUSS den Condor 2GH DynaView vor. Der Condor zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Attraktionen des Herstellers und besticht durch einen 31 Meter hohen Turm und die markanten rotierenden Gyro-Rahmen. Der Condor 2GH DynaView verbindet diese Plattform mit den neuen DynaView Gondeln und soll ein neues Erlebnis in der Luft bieten.

Das Hybridkonzept vereint verschiedene Fahrerlebnisse in einer einzigen Attraktion und spricht damit ein breites Publikum an, von Familien bis zu Thrillsuchenden. Schon heute können Gäste den Condor ab einer Körpergröße von 1,0 Metern in Begleitung eines Erwachsenen nutzen. Wegen der großen Nachfrage prüft HUSS derzeit, ob die Mindestgröße mit erwachsener Begleitung auf 0,9 Meter gesenkt werden kann.
Der Condor 2GH DynaView besitzt zwei Gyro-Rahmen mit DynaView Gondeln und zwei mit klassischen Gondeln und bietet Platz für bis zu 48 Fahrgäste. So entstehen zwei unterschiedliche Fahrerlebnisse, Adventure und Thrill, in einer einzigen Attraktion.
Die Fahrt kombiniert vertikale Hubbewegung, zentrale Rotation und Gegenrotation der Gyro-Rahmen mit der dynamischen Bewegung der DynaView Gondeln und den schwingenden klassischen Gondeln. Wer außen sitzt, spürt die weit ausholende Bewegung des Condors, doch mit DynaView geht das Erlebnis darüber hinaus. Die Gondel legt eine zusätzliche Bewegungsebene obendrauf: Du blickst zum Horizont oder zur Mitte, neigst dich in die Bewegung hinein oder drehst dich in andere Blickwinkel. So wird jeder Zyklus zu einem sich ständig wandelnden 360-Grad-Erlebnis. Die Fahrprogramme lassen sich individuell gestalten, von malerisch und panoramareich bis energiegeladen und adrenalingeladen, und die Bewegung der Gondel kann die Geschichte der Attraktion unterstützen.
Die Zukunft im Blick
Mit dem neuen Sitzstandard und DynaView fügt HUSS nicht einfach ein einzelnes Feature hinzu, sondern legt das Fundament für künftige Attraktionen. Der neu gestaltete Sitz ist mit mehreren HUSS Fahrgeschäftssystemen kompatibel und soll Komfort, Bewegungsfreiheit, Zugänglichkeit und Optik künftiger Fahrten verbessern. DynaView führt diesen Gedanken mit einem neuen Ansatz für passagiergesteuerte, dynamisch programmierte Bewegung weiter. Zusammen eröffnen die Neuerungen Möglichkeiten für Fahrprogrammierung, Storytelling, Theming, Audio und Markenintegration, und das bei gewohnt hohen Ansprüchen an Ingenieurskunst, Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit.
Lars L. Hartmann, Chief Sales and Creative Officer, sagt: „Wir wollten die Beziehung zwischen Fahrgast und Fahrgeschäft neu denken. Der Sitz ist der Ort, an dem jedes Fahrerlebnis beginnt. Deshalb haben wir uns gefragt, wie ein HUSS Sitz für die nächste Generation von Fahrgästen aussehen und sich anfühlen sollte. DynaView bringt diese Philosophie dann in Bewegung und gibt dem Fahrgast eine deutlich aktivere Rolle im Erlebnis.“
CEO Mirko J. Schulze ergänzt: „Unser Ziel ist es nicht, Komplexität um der Innovation willen hinzuzufügen. Wir wollen sinnvolle neue Möglichkeiten schaffen, für Fahrgäste, für Betreiber und für die kreativen Teams, die Attraktionen zum Leben erwecken.“
Was hältst du vom neuen HUSS Sitzstandard und von DynaView? Reizt dich eher der kontrollierte Ablauf, das freie Schweben im FreeFlow Modus oder die Möglichkeit, selbst mitzumischen? Und würdest du dich lieber für die Adventure oder die Thrill Seite entscheiden? Schreib es uns in die Kommentare, wir sind gespannt auf deine Meinung!
Quelle: Pressemitteilung Huss Park Attractions, 29. September 2026





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