Weiterhin kein Freizeit(park)spaß in Nordrhein-Westfalen

Ein Klassiker im Fort Fun die "Marienkäferbahn" © Fort Fun Abenteuerland
Ein Klassiker im Fort Fun die "Marienkäferbahn" © Fort Fun Abenteuerland

Wie die bayerischen Freizeitparks stehen auch die Parks in Nordrhein-Westfalen ohne klarer Perspektive aktuell da. Während viele Freizeitangebote im einwohnerstärksten Bundesland wieder öffnen dürfen, finden die Freizeitparks keinerlei Berücksichtigung. Zudem wächst der Druck auf die Parks, da Freizeitparks in den Nachbarländern mittlerweile wieder öffnen durften.

Es herrschte regelrechte Aufbruchsstimmung als im April bekannt wurde, dass zoologische Gärten in Nordrhein-Westfalen wieder öffnen durften. Nicht nur zahlreiche Unternehmen und ihre Mitarbeiter erhielten endlich eine Perspektive. Auch die nach sozialer Entlastung strebende Bevölkerung hatte wieder erste Möglichkeiten für Freizeiterlebnisse im Familienverbund.

Umso unverständlicher ist es, dass andere Freizeiteinrichtungen an der frischen Luft bis heute von allen Lockerungsplänen ausgenommen sind. Die Rede ist hier natürlich von den Freizeitpark. Letztendlich ist es in der vergangenen Saison mit Bravour gezeigt worden, dass sie ein ebenso geringes Infektionsrisiko besitzen wie zoologische Gärten. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass Outdooraktivitäten für das Infektionsgeschehen kaum eine Rolle spielen, dienen der Landesregierung um die Wiedereröffnung von zoologischen und botanischen Gärten, Außengastronomie und auch Freibädern zu begründen. Einzig bei Freizeitparks findet sie keine Anwendung!

Von den in der Coronaschutzverordnung genannten Freizeit- und Vergnügungsstätten, dürfen einige Outdooreinrichtungen ihren Betrieb wieder aufnehmen, und auch andere Branchen erhalten konkrete Öffnungsperspektiven. Einzig Freizeitparks sind hiervon explizit ausgeschlossen. Das ist nicht nachvollziehbar.

Thorsten Backhaus, Geschäftsführer Movie Park Germany

Die nordrhein-westfälische Staatskanzlei bleibt auch auf Nachfrage eine Erklärung schuldig, wie sie zu der Einschätzung kommt, dass das Infektionsrisiko in Zoos vergleichsweise niedriger zu bewerten sei. Dabei versäumt sie es, Vermutungen zu entkräften, dass die oftmals mit öffentlichen Geldern finanzierten Einrichtungen von politischen Akteuren bevorteilt werden.

Sollte sich der Saisonstart von Freizeitparks, die auch in Jahren ohne Pandemie nur rund sieben Monate Zeit haben, um ihren Jahresumsatz zu erwirtschaften, noch länger verzögern, dann sind Betriebsschließungen nicht auszuschließen. Dies würde nicht nur eine Lücke in die touristische Infrastruktur Nordrhein-Westfalens reißen, und den strukturschwachen ländlichen Raum weiter schädigen. Dadurch würden Familien auch langfristig um die Möglichkeit gemeinsamer Erlebnisse, sozialer Begegnungen und einer Auszeit vom Alltag gebracht.

Quelle: Pressemitteilung VDFU, 19. Mai 2021

Chris

Angefangen hat alles auf der Grand-Canyon-Bahn im Phantasialand. Seitdem wurde die Begeisterung für Freizeitparks und der Flucht aus dem Alltag entfacht. Nun möchte ich Euch zusammen mit dem Team, ein Stückchen Spaß nach Hause bringen.

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