Der Wiener Prater ist seit Generationen eine feste Größe im europäischen Freizeitpark-Kosmos, und jetzt wird das Areal um eine echte Attraktion reicher. Mit einer neuen Familien-Achterbahn will Lilis Welt beweisen, dass Innovation und Tradition sich nicht ausschließen müssen.
Über Lilis Welt und den Wiener Prater
Der Wiener Prater gehört zu den ältesten und bekanntesten Vergnügungsparks Europas. Lilis Welt ist ein Teil davon und beheimatet unter anderem die legendäre Liliputbahn, die seit 1928 durch den Prater tuckert. Seit 2019 führt Anna Kleindiendt-Jilly den Betrieb bereits in der dritten Generation. Der Prater ist nicht nur Freizeitdestination, sondern echtes Wiener Kulturgut: ein weitläufiges Parkgelände im zweiten Bezirk der Stadt, das Natur, Nostalgie und Nervenkitzel vereint.
Eine Idee, sechs bis sieben Jahre in der Mache
Anna Kleindienst-Jilly, Geschäftsführerin von Lilis Welt, träumt schon eine Weile: “Die Idee schwirrt uns schon seit sechs, sieben Jahren im Kopf herum”, sagt sie. Jetzt nimmt das Projekt Gestalt an. Geplant ist eine Familien-Achterbahn, die nicht irgendwie hingestellt und nach ein paar Saisons wieder demontiert wird. “Wir wollen die Achterbahn so bauen, dass sie auch die nächsten 100 Jahre stehen kann”, betont sie. Zum Vergleich: Die Liliputbahn feierte ihre Erstfahrt 1928, steht also kurz vor ihrem hundertjährigen Jubiläum. Langlebigkeit ist bei Lilis Welt offensichtlich kein leeres Versprechen.
600 Meter zwischen Bäumen und Biergarten
Die Strecke der neuen Bahn soll rund 600 Meter lang werden und sich durch das baumreiche Gelände des Wiener Praters schlängeln. Wer jetzt gerade an die Aqua Gaudi und den Gastgarten des Schweizerhauses aus 20 Metern Höhe denkt: Das bleibt vorerst ein Gedankenexperiment. Aber die Streckenplanung zwischen den vielen alten Bäumen war laut Kleindienst-Jilly alles andere als trivial. Ebenso die Suche nach dem richtigen Hersteller. Fündig wurde man letztendlich in Deutschland… bei Mack Rides.

Erster LSM betriebener Coaster Österreichs
Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal bringt die neue Bahn gleich mit: Sie soll mit Elektromotoren angetrieben werden und damit die erste Achterbahn dieser Art in ganz Österreich sein. Den Strom dafür soll eine eigene Photovoltaikanlage liefern. Das hat seinen Preis, und Kleindienst-Jilly macht keinen Hehl daraus: “Das war nur eine von vielen Herausforderungen, die wir stemmen mussten.” Respekt für die Chefin, die das Projekt trotzdem durchzieht.

Für die ganze Familie, auch für die großen Kinder
Die zweifache Mutter Kleindienst-Jilly hat beim Konzept bewusst auf Familien gesetzt. Ihr Argument ist dabei so simpel wie einleuchtend: Viele Fahrgeschäfte können nur Kinder nutzen, weil Eltern schlicht zu groß sind. Andere sind für Kleinkinder wiederum zu intensiv. Die neue Bahn soll diese Lücke schließen: Ab einem Meter Körpergröße darf mitgefahren werden, und in einem Waggon finden bis zu zwölf Personen Platz. Eltern müssen also nicht mehr am Rand stehen und winken.
April 2027: Die Premiere steht an
Die Fundamente sind bereits in Arbeit. Im Frühjahr 2027 soll die Bahn fertiggestellt sein, nach einigen Testfahrten ist die große Premiere voraussichtlich für April 2027 geplant. Ein Name für das Projekt steht noch aus.
Was hältst du von der neuen Familienbahn im Wiener Prater? Freust du dich auf die Premiere 2027, oder vermisst du bei dem Projekt etwas? Schreib deine Meinung in die Kommentare!
Quelle: MeinBezirk, 03. Juni 2026





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