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Abschied von einer Ikone: Die Euro-Mir verlässt den Europa-Park nach 28 Jahren

13 spektakuläre Achterbahnen versprechen auch in der Herbstzeit grandiosen Fahrspaß. © Europa-Park Resort
13 spektakuläre Achterbahnen versprechen auch in der Herbstzeit grandiosen Fahrspaß. © Europa-Park Resort

Nach 28 Jahren im Betrieb verabschiedet sich der Europa-Park von einer seiner prägendsten Attraktionen: Die Euro-Mir wird nach der Saison 2026 abgebaut und durch einen neuen Weltraumbereich ersetzt, mit einem möglichen Partner, der für internationale Aufmerksamkeit sorgen dürfte.

Einsteigen, aufsteigen, abdrehen: Die Geschichte der Euro-Mir

Am 12. Juni 1997 eröffnete im Europa-Park in Rust eine Attraktion, die von Beginn an einen anderen Anspruch hatte als die meisten ihrer Art. Die Euro-Mir kam nicht einfach mit Kurven und Gefälle, sondern mit neun Zügen mit sich drehenden Gondeln, futuristischer Architektur und einem originalen Trainingsmodul der sowjetischen Raumstation Mir im Eingangsbereich. Ihr Slogan “Einsteigen, aufsteigen und abdrehen” traf den Nagel auf den Kopf und das im wörtlichsten Sinne.

Eine Attraktion mit echter Raumfahrtgeschichte

Zur Eröffnungspressekonferenz reisten die russischen Kosmonauten Alexandre Viktorenko, Jouri Malentshenko und Alexandre Serebrov an, keine zufällige Wahl. Alle drei wurden in genau jenem Trainingsmodul ausgebildet, das seit 1995 im Europa-Park steht und seither den Eingangsbereich der Attraktion bildet. Dieser direkte Bezug zur bemannten Raumfahrt verlieh der Euro-Mir eine inhaltliche Tiefe, die im Freizeitparkbereich bis heute selten ist.

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Das Modul ist kein Nachbau, sondern ein authentisches Objekt mit dokumentierter Geschichte: Es diente russischen Kosmonauten zur Vorbereitung auf ihre Einsätze an Bord der Raumstation Mir. Wer den Eingangsbereich betrat, passierte damit kein dekoratives Element, sondern ein Stück reale Raumfahrtgeschichte, eine Qualität, die nicht viele Freizeitattraktionen von sich behaupten können.

Publikumsmagnet vom ersten Tag an

Die Resonanz ließ keine Zweifel offen. Allein zwischen dem Eröffnungstag am 12. Juni 1997 und dem Saisonende Anfang November desselben Jahres fuhren rund 1,5 Millionen Gäste mit der Euro-Mir, ein bemerkenswerter Wert für eine Attraktion in ihrem ersten Betriebsjahr. Über die folgenden Jahrzehnte entwickelte sie sich zu einer der bekanntesten Attraktionen des Europa-Parks, deren Architektur, Soundgestaltung und Fahrgefühl bis heute im Gedächtnis vieler Besucher verankert sind.

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Ende einer Ära und der Blick nach vorn

Nach 28 Betriebsjahren hat Europa-Park-Inhaber Roland Mack bekannt gegeben, dass die Euro-Mir abgebaut und durch eine neue Familienachterbahn des park-eigenen Mutterunternehmens MACK Rides ersetzt wird. Das Weltraumthema soll dabei erhalten bleiben und in einem vollständig neu konzipierten, eigenständigen Themenbereich weiterentwickelt werden.

"Euro-Mir" ist während der Wintersaison ein besonderer Hingucker (c) Europa-Park
(c) Europa-Park

Die markanten Türme der Euro-Mir, seit Jahrzehnten Teil der Parksilhouette, müssen aus baulichen Gründen weichen, sollen jedoch in ähnlicher Form wieder entstehen. Parallel dazu führt der Europa-Park nach eigenen Angaben intensive Gespräche mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA über eine mögliche Kooperation, die dem neuen Bereich eine wissenschaftliche und institutionelle Dimension verleihen könnte. Details zur Zusammenarbeit wurden bislang nicht kommuniziert, der Gedanke allein gibt jedoch einen Vorgeschmack darauf, in welche Richtung die Reise gehen soll.

Der Abbau der Euro-Mir ist für den kommenden Winter geplant, die Fertigstellung des neuen Bereichs für das Jahr 2028. Weitere Attraktionen sind im Rahmen des Projekts ebenfalls vorgesehen.

Der Europa-Park zählt nicht ohne Grund zu den führenden Freizeitdestinationen im deutschsprachigen Raum. Das Angebot spricht ein breites Publikum an: Familien, Achterbahnenthusiasten und Besucher, die neben Fahrattraktionen auch hochwertiges Theming und gastronomische Vielfalt schätzen. Wer den Park in den kommenden Jahren besucht, erlebt dabei einen Moment, der sich so nicht wiederholen wird: den Abschluss von 28 Jahren Euro-Mir-Geschichte und den Beginn eines neuen Kapitels, das mit dem geplanten Weltraumbereich und einer möglichen ESA-Kooperation durchaus das Potenzial hat, neue Maßstäbe zu setzen.

Chris

Angefangen hat alles auf der Grand-Canyon-Bahn im Phantasialand. Seitdem wurde die Begeisterung für Freizeitparks und der Flucht aus dem Alltag entfacht. Nun möchte ich Euch zusammen mit dem Team, ein Stückchen Spaß nach Hause bringen.

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