Der britische Freizeitpark-Markt hebt ab: Bis 2027 soll die Branche um fast 60 Prozent wachsen, und Großbritannien mischt damit ganz vorne in Europa mit.
Während wir uns in Deutschland über neue Achterbahnen und Wasserpark-Erweiterungen freuen, tut sich auf der Insel gerade etwas richtig Großes. Neue Zahlen von IAAPA zeigen, dass die britische Freizeitpark- und Attraktionsbranche vor einem regelrechten Boom steht. Grund genug, sich das Ganze mal genauer anzuschauen.
Wachstum mit Ansage
Die Prognosen sprechen eine klare Sprache. Bis 2027 soll die britische Attraktionsbranche um fast 60 Prozent wachsen und wird damit zu einem der stärksten Märkte Europas. Die jährliche Ausgabensteigerung der Konsumenten wird auf 9,8 Prozent geschätzt und liegt damit deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 8,6 Prozent. Offenbar geben die Briten ihr Geld lieber für Loopings als für Dinge aus, die im Schrank verstauben. Wer könnte ihnen das verübeln?
Angetrieben wird dieser Trend durch massive Investitionen in neue Attraktionen und Entertainment-Konzepte. Großbritannien festigt damit seinen Ruf als Trendsetter für die gesamte europäische Freizeitindustrie und wird zunehmend zum Testlabor für Innovationen, die später auch bei uns landen.
Von Milliarde zu Milliarde
Die Zahlen im Detail: Die Branchenausgaben in britischen Freizeit- und Vergnügungsparks sollen von rund 1,16 Milliarden Euro (£991 Millionen) im Jahr 2022 auf über 1,84 Milliarden Euro (£1,57 Milliarden) bis 2027 steigen. Diese positive Entwicklung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Investitionen in neue Attraktionen, Technik und Gästeerlebnisse quer durch ganz Europa.
Jakob Wahl, Präsident und CEO von IAAPA, betont, dass sich die Branche nach den Turbulenzen der Pandemie als bemerkenswert widerstandsfähig und anpassungsfähig gezeigt hat. Verbraucher würden weiterhin Erlebnisse priorisieren, und sowohl Betreiber als auch Investoren zeigten großes Vertrauen in den Markt. Auch die zeitweise Senkung der Mehrwertsteuer für Familienattraktionen durch die britische Regierung in diesem Sommer wirke sich positiv aus und mache Familienausflüge leichter zugänglich.
Zum Vergleich lohnt sich auch der Blick auf ganz Europa: Die Ausgaben für Freizeitparks sollen hier von 6,55 Milliarden Euro (£5,6 Milliarden) im Jahr 2022 auf 9,82 Milliarden Euro (£8,4 Milliarden) bis 2027 anwachsen. Die Besucherzahlen sollen im gleichen Zeitraum von 172,9 Millionen auf über 213 Millionen Besuche steigen. Mit einem jährlichen Wachstum von 9,8 Prozent bei den Besucherausgaben dürfte Großbritannien zum zweitgrößten Freizeitpark-Markt Europas nach Besucherausgaben aufsteigen, gleich hinter Frankreich.
Bedford, wir kommen
Ein Vorhaben sticht bei all den Zahlen besonders heraus: Universal United Kingdom Resort in Bedford. Der Park soll 2031 seine Tore öffnen und gehört zu den ambitioniertesten Freizeitpark-Projekten, die Europa derzeit sieht. Universal plant hier einen kompletten Themenpark-Resort-Komplex, der weit über eine einzelne Attraktion hinausgeht und Bedford auf die Landkarte der internationalen Freizeitpark-Fans setzen dürfte. Für das Projekt werden schon jetzt gewaltige wirtschaftliche Effekte erwartet.
Warum sich das für Fans lohnt, so einen Blick auf Bedford zu werfen? Ganz einfach: Wenn ein Konzern wie Universal ein komplettes Resort aus dem Boden stampft, entsteht meist nicht nur ein einzelner Park, sondern ein ganzes Erlebnis-Ökosystem mit Hotels, Shows, Gastronomie und jeder Menge Detailverliebtheit. Für alle, die schon jetzt Reisen planen oder einfach die Entwicklung neuer Mega-Projekte mitverfolgen wollen, ist Bedford definitiv ein Ort, den man sich vormerken sollte. Wer früh dabei ist, kann die Entstehung eines der größten neuen Freizeitpark-Resorts Europas quasi live miterleben.
Was das für den Rest Europas bedeutet
Der Bau des Universal-Resorts soll einen wirtschaftlichen Nutzen von fast 58,5 Milliarden Euro (£50 Milliarden) für Großbritannien generieren, dazu kommen 20.000 Jobs allein in der Bauphase und weitere 8.000 dauerhafte Stellen nach der Eröffnung. Damit untermauert das Land seine Position als eine der bedeutendsten Freizeit- und Erlebnisdestinationen Europas.
Das Wachstum der Branche wird auch im Mittelpunkt stehen, wenn sich Betreiber, Investoren, Entwickler und Zulieferer bei der IAAPA Expo Europe 2026 in London treffen, der wichtigsten Veranstaltung der globalen Freizeitpark-Industrie. Angesichts der weiter steigenden Nachfrage nach Erlebnissen und der massiven Investitionen, die derzeit in neue Projekte fließen, sind sich Branchenexperten einig, dass Großbritannien auch in den kommenden Jahren einer der dynamischsten Freizeitpark-Märkte der Welt bleiben wird.
Was sagt ihr zu diesen Wachstumszahlen? Überrascht euch, dass Großbritannien Frankreich in Sachen Besucherausgaben so nah auf die Pelle rückt, und werdet ihr euch das Universal Resort in Bedford schon jetzt vormerken? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!
Quelle: Pressemitteilung IAAPA, 28. Juli 2026





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