Bayerische Freizeitparks fassungslos und fühlen sich im Stich gelassen

"Freischütz" (c) Bayern Park
"Freischütz" (c) Bayern Park

Der Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. und die bayerischen Freizeitparks sind fassungslos. Trotz sinkender Inzidenzen lockert die Bayerische Landesregierung die Corona-Maßnahmen und vergisst dabei die Freizeitparks. Während zoologische Gärten im April wieder öffnen durften, warten die Freizeitpark vergeblich auf eine Perspektive öffnen zu dürfen.

Umso unverständlicher ist diese Entscheidung der Landesregierung, da Freizeitparks ein ebenso geringes Infektionsrisiko aufweisen wie zoologische Gärten. Gegenüber Zoos gäbe es sogar zahlreiche Vorteile aufgrund der zumeist ländlichen Lage senken unter anderem die Anreise im eigenen PKW oder die große Verkehrsfläche das Infektionsrisiko.

Unverständnis im Bayern Park

Noch im vergangenen Jahr erhielten die bayerischen Freizeitparks noch vor den Beherbergungsbetrieben die Möglichkeit wieder Gäste zu begrüßen. Silke Holzner die Betreiberin des Bayern-Park zeigt Unverständnis:

Warum in diesem Jahr nun plötzlich Freizeitparks risikoreicher als Hotels oder Kinos eingestuft werden, obwohl zwischenzeitlich Aerosolforscher und Virologen genau das Gegenteil bewiesen haben, ist nicht nachvollziehbar.

Silke Holzner, Bayern-Park

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass Outdooraktivitäten für das Infektionsgeschen kaum eine Rolle spielen, dienen der Landesregierung um die Wiedereröffnung von zoologischen und botanischen Gärten, Außengastronomie und auch Freibädern zu begründen. Nur die Bayerischen Freizeitparks finden keinerlei Beachtung. Auch auf eine Nachfrage bei der Bayerischen Staatskanzlei erhielten die Freizeitparks keinerlei Antwort. Dabei wurde es angesichts der Parks und dem VDFU versäumt, Vermutungen zu entkräften, dass die mit öffentlichen Geldern finanzierten Einrichtungen von politischen Akteuren bevorzugt werden.

Der VDFU begrüßt es, dass die bayerische Landesregierung mit der Wiedereröffnung von Pensionen und Gastwirtschaften auch ein Stück bayerisches Brauchtum schützen möchte. Doch dazu zählen ebenso die bayerischen Freizeitparks, die als mittelständische Familienunternehmen zumeist bereits seit mehreren Generationen als regionale Jobmotoren einen wichtigen Beitrag zur Struktur im ländlichen Raum leisten.

Jürgen Gevers, Geschäftsführer VDFU

Der Druck auf die Bayerischen Freizeitparks wächst

Mittlerweile blicken die Bayerischen Freizeitparks mit Sorge in die Zukunft und bangen um ihre Existenz. Außerdem auf näher rückenden Rechtsstreitigkeiten mit den Behörden aufgrund sachlich unbegründeter Ungleichbehandlung. Oder hat die Politik sie doch nur vergessen?

Quelle: Pressemitteilung Bayern Park & VDFU, 18. Mai 2021

Chris

Angefangen hat alles auf der Grand-Canyon-Bahn im Phantasialand. Seitdem wurde die Begeisterung für Freizeitparks und der Flucht aus dem Alltag entfacht. Nun möchte ich Euch zusammen mit dem Team, ein Stückchen Spaß nach Hause bringen.

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