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Update: Phantasialand kündigt weltweit einmalige Achterbahn „F.L.Y.“ an

(c) Phantasialand
(c) Phantasialand

Das Phantasialand wird, schneller als erwartet, eine neue Achterbahn eröffnen. Dies veröffentlichte der Park über ein Video über die sozialen Netzwerke. „F.L.Y.“ so der vermeintliche Namen der Neuheit und soll dem kommenden Themenbereich „Rookburgh“ angehören. Die Achterbahn wird der erste „Flying Launched Coaster“ der Welt sein.

„Flying Launched Coaster“?

Hier soll "Rookburgh" entstehen (c) ThemePark Central/Google Maps
Hier soll „Rookburgh“ entstehen (c) ThemePark Central/Google Maps

Doch was genau ist ein „Flying Launched Coaster“? In Deutschland gibt es die normale Form, ein „Flying Coaster, bislang noch nicht. Der Name „Flying Coaster“ definiert sich durch die Position der Fahrer während der Fahrt. Während man wie bei einem „Inverted Coaster“ (z.B. Black Mamba im Phantasialand) Platz nimmt, werden die Sitze nach dem verriegeln der Bügel um 90 Grad gekippt. Durch diesen Kippvorgang, liegen die Fahrer wie Superman in Fahrtrichtung. Daher der Name „Flying Coaster“, im Fall Phantasialand haben wir noch den Zusatz „Launched“ im Namen. Dies bedeutet einfach, dass der Zug horizontal beschleunigt wird um die Strecke zu bewältigen. Bestes Beispiel für einen Launch Coaster, befindet sich mit „Taron“ auch im Phantasialand. Eine derartige Achterbahn gibt es weltweit noch nicht. Aber klar ist auch, dass aufgrund der Gegebenheit ein üblicher „Flying Coaster“ mit Lifthill praktisch unmöglich wäre.

Wer wird der Hersteller von „F.L.Y.“ im Phantasialand?

Im Internet wird derzeit groß spekuliert, wer der Hersteller der Bahn sein könnte. Wird es Bolliger & Mabillard, Zamperla oder Vekoma? Wir möchten Euch kurz alle möglichen Hersteller von „Flying Coaster“ näher bringen. Eines vorweg! Viele Hersteller gibt es derzeit nicht, wir haben folgende 4 Hersteller für Euch gefunden.

Update: Aktuell wird als vermeintlicher Hersteller Vekoma angesehen. Dies berichten einschläge Internetportale wie Coaster101. Eine offizielle Bestätigung vom Phantasialand, bleibt bislang aus.

Bolliger & Mabillard

(c) Bolliger & Mabillard
(c) Bolliger & Mabillard

Der schweizer Hersteller Bolliger & Mabillard, hat bisher weltweit 11 Bahnen dieser Art ausgeliefert. Die erste Bahn war 2002 „Galactica“ (damals noch mit dem Namen „Air“) im britischen Freizeitpark Alton Towers. Größter Abnehmer mit insgesamt 4 Bahnen war die Freizeitpark Gruppe Six Flags. Bei den Bolliger & Mabillard Bahnen, nehmen die Gäste normal Platz und werden von den Beinen an gekippt. Man wird quasi in Fahrposition „hoch“ gezogen, als Mindestgröße gibt der Hersteller eine Körpergröße von 140 cm an.

Zamperla

(c) Zamperla
(c) Zamperla

Insgesamt 10 Bahnen konnte Zamperla bisher weltweit verkaufen. Die Bahnen heißen bei dem italienischen Hersteller „Volare“ und die erste wurde auch 2002 in Elitch Gardens (USA) eröffnet. „Flying Coaster“, so der Name der Bahn, befindet sich allerdings seit 2007 nicht mehr im Park. Die „Volare“ Bahnen war eine Gesamtpaket, welches Zamperla dem Markt angeboten hat. So sind 9 Bahnen vom Streckenverlauf exakt identisch. Die einzige abweichende Bahn ist „Volare“ im Wiener Prater. Vorteil dieser „Flying Coaster“ Variante ist der relativ geringe Platz der benötigt wird. Auf einer Fläche von 48,3 x 25 Meter kann solch eine Achterbahn gebaut werden und auch finanziell sollen sie sehr günstig zur Konkurrenz sein. In Europa befinden sich diese Bahnen im Wiener Prater, sowie im finnischen Särkänniemi und britischen Flamingo Land. Derzeit wird im Ankapark (Türkei) eine weitere Bahn gebaut, welche im kommenden Jahr eröffnen soll. Als Mindestgröße gibt Zamperla eine Körpergröße von 127 cm an.

Vekoma

(c) Vekoma
(c) Vekoma

Vekoma konnte bislang 6 Bahnen diesen Typs verkaufen. Die erste ist „Stealth“ in Californias Great Adventure im Jahr 2000 gewesen. Nach nur 3 Jahren Betrieb, wurde die Bahn jedoch wieder abgebaut und Carowinds verkauft. Dort ist die Bahn bis heute noch aktiv unter dem Namen „Nighthawk“. Generell unterscheidet Vekoma unter zwei Bezeichnungen von „Flying Coaster“. Zum einen „Flying Dutchman“ und zum anderen „Stingray“. Dabei ist „Flying Dutchman“ die Weiterentwicklung von „Stingray“. Großer Unterschied im Vergleich zu den Bahnen von Bolliger & Mabillard ist, dass die Gäste während der Fahrt in Position gefahren werden. Also nicht in der Station, so wie es bei Bolliger & Mabillard der Fall ist. Dadurch können die Ent- und Beladezeiten innerhalb der Station minimiert werden. Außerdem werden die Gäste bei Vekoma in eine liegende Postion gebracht und nicht in eine hängende. Anschließend wird während der Fahrt ein 180 Grad Element durchfahren, dass von dort an die Gäste unter der Schiene fahren. Vekoma gibt eine Mindestgröße von 140 cm an.

Wiegand

(c) Wiegand
(c) Wiegand

Uns ist durchaus bewusst, dass Wiegand als „Flying Coaster“ Hersteller sehr weit hergeholt ist. Aber Wiegand hat tatsächlich 5 „Flying Coaster“ verkaufen können. Der deutsche Hersteller vertreibt diese unter den Namen „Wie-Flyer“ und „Wie-Hex“. Eine Flugposition, wie bei den anderen Herstellern, gibt es so nicht. Jedoch schwingen die Fahrzeuge während der Fahrt sehr aus, so dass rein optisch einiges an Flugmanöver erinnert. Der „Hexenbesen“ in der Erlebniswelt Seilbahnen Thale, war 2003 die erste Installation dieses Typs. Das Besondere hierbei ist, dass die Gäste selbst Gas geben können und die Intensität der Fahrt bestimmen können.

„F.L.Y.“ mit Virtual Reality?

(c) Phantasialand
(c) Phantasialand

In dem Trailer zu „F.L.Y.“ konnte man neben dem Steampunk Thema, am Ende eine kleine Grafik eines fliegenden Mannes sehen. So nichts besonderes, doch gibt die Grafik einen Hinweis auf ein Virtual Reality Erlebnis? Der Mann trägt eine Brille, welche zwar auch dem Steampunk Thema zu zuordnen wäre. Aber was ist, wenn dies tatsächlich eine VR Brille ist?

Update:  In den vergangenen Tagen fand im Phantasialand ein Event namens „Discover Klugheim“ statt. Zu dem wurden diverse „Influencer“ vom Park eingeladen. Dort wurde bereits bestätigt, dass „F.L.Y.“ keine Virtual Reality Brillen verwenden wird. Lieber möchte der Park durch eine fantastische Thematisierung bei den Besuchern punkten.

Steampunk ist ein Mix aus futuristischen bzw. technischen Materialien und dem viktorianischen Zeitalter. Dadurch erhalten eigentlich moderne Dinge einen gewissen Retro Look. Die Figuren aus diesem Genre, erinnern dagegen eher an das viktorianische Zeitalter. In manchen Romanen wirkt dieses Setting sogar etwas düster und rau. Häufige Elemente sind dampf- und zahnradbetriebene Maschinen und ein gewissen drang zu neuen Abenteuer.

Phantasialand verspricht einzigartiges Gesamtprojekt

Das Phantasialand schreibt von einem weltweit einzigartigem Gesamtprojekt. Dabei soll eine neue Dimension des Zusammenspiels von Attraktion, Themenwelt und Erlebnis bei Tag und Nacht entstehen. Nach dem fantastischen Themenbereich „Klugheim“, dürfte der Freizeitpark diesen hohen Versprechungen nachkommen können. Besonders interessant ist die Aussage „Erlebnis bei Tag und Nacht“, da dies viel bedeuten kann. Wird es ein komplett immersives Indoor Erlebnis oder wird man in „Rookburgh“ auch übernachten können? Alles durchaus denkbar, wenn man sich das eingetragene Markenschutz zum Namen näher ansieht. Dort wurde der Name auch für eventuelle Übernachtungsmöglichkeiten gesichert.

Doch was sollen die ganzen Spekulationen? Nach der Bekanntgabe seitens des Parks, wissen wir das es weltweit einmalig sein wird. Und das Phantasialand auch mit diesem neuen Themenbereich seine Position als einer der weltbesten Freizeitparks festigen möchte. Dennoch ist es interessant, dass man so kurz nach „Taron“ erneut eine Achterbahn eröffnen wird. Wir freuen uns auf die weiteren Teaser, die das Phantasialand in den kommenden Monaten veröffentlichen wird.

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