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Fliege auf dem „Fenix“ durch „Avalon“ im Toverland

Optisch sehr imposant! "Fenix" im Toverland © Christopher Hippe/ThemePark-Central.de
Optisch sehr imposant! "Fenix" im Toverland © Christopher Hippe/ThemePark-Central.de

Der goldene „Fenix“ im Freizeitpark Toverland

Seit dem 07. Juli 2018 fliegt ein goldener Phönix durch den niederländischen Freizeitpark Toverland. Denn damals wurde der erste Wingcoaster in den BeNeLux Ländern offiziell eröffnet. Neben der Achterbahn „Fenix“, wurde auch der Themenbereich „Avalon“ im Toverland eröffnet. „Avalon“ war Teil einer großen Parkexpansion, welche 35 Millionen Euro gekostet hat. Alleine „Fenix“ kostete rund 13 Millionen Euro. Neben der Achterbahn gehört auch eine kleine Bootsfahrt mit Dark Ride Part zum Angebot in „Avalon“. Aber nun zurück zu „Fenix“!

Die Große Neuheit der Saison 2018 schlängelt sich regelrecht majestätisch durch „Avalon“ im Toverland hindurch. Insgesamt ist die Achterbahn in einem schicken Blau gehalten, während die Schienen braun sind. Der Zug ist wie ein Phönix gestaltet und blitzt bei Sonnenlicht besonders golden. Alleine optisch ist die Achterbahn wunderschön und ist auch für Betrachter von außen ein wahres Highlight. Wie für einen Wingcoaster typisch, sitzen die Besucher nicht auf der Schiene, sondern links und rechts neben der Schiene. Dadurch bietet jede Seite ein gänzlich neues Fahrerlebnis.

"Fenix" erhebt sich in "Avalon". Außerdem seht Ihr hier Merlins Turm, welcher auch im Themenbereich steht. © Christopher Hippe/ThemePark-Central.de
„Fenix“ erhebt sich in „Avalon“. Außerdem seht Ihr hier Merlins Turm, welcher auch im Themenbereich steht. © Christopher Hippe/ThemePark-Central.de

Wie ist die Fahrt auf dem Wingcoaster „Fenix“?

Lasst uns eine Fahrt auf „Fenix“ gemeinsam wagen und die Toverland Achterbahn gemeinsam erleben. Nachdem wir Platz genommen haben, geht es in einer 180 Grad rechts Kurve aus der Station auf den Lifthill. Nun fahren wir auf eine Höhe von 40 Meter. Oben angekommen wartet eine rechts Kurve auf uns und ein „Dive Drop“. Bei dieser Abfahrt beschleunigt der Zug auf 95 km/h.

Nun folgt ein „Airtime-Hügel“ und wir rauschen unter der Brücke hindurch, um in einen „Immelmann“ zu fahren. Anschließend folgt bodennah ein „Helix“ und eine „Zero-G Roll“. Hierbei drehen wir uns fast 450 Grad um unsere Herzlinie, um dann unter einer weiteren Brücke hindurch zu fliegen. Der letzte Abschnitt leitet ein „Overbanked-Turn“ ein, eine 180 Grad Rechtskurve und eine leichten Linkskurve. Nun haben wir es geschafft und werden von den Abschlussbremsen gebremst.

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Mit „Fenix“ hat das Toverland einen sehr intensiven Wingcoaster gebaut. Während der Fahrt wirken, dank der engen Kurven, bis zu 5 g auf die Gäste. Insgesamt dauert die 813 Meter lange Fahrt knapp 1 Minute und 45 Sekunden.


Alle Technischen Daten kompakt

  • Länge: 813 Meter
  • Höhe: 40 Meter
  • Höchstgeschwindigkeit: 95 km/h
  • Überkopfelemente: 3 (Dive Drop, Immelmann, Zero-G Roll)
  • Kapazität: 1.000 Personen pro Stunde

Parallel kann das Toverland 2 Züge betreiben. Der gesamte Achterbahn Zug besteht aus 6 Wagen, welche insgesamt bis zu 24 Personen fassen können. Dadurch ist eine theoretische Kapazität von 1.000 Personen pro Stunde möglich. Um die Achterbahn „Fenix“ im Toverland fahren zu dürfen, muss man folgende Sicherheitsbestimmungen erfüllen:

Sicherheitsbestimmungen gibt das Toverland für „Fenix“ vor?

  • Mindestgröße: 132 cm
  • Maximalgröße: 195 cm
  • Du darfst keinen Gipsverband tragen
  • Gäste mit Prothesen müssen diese eventuell abnehmen
  • Blinde Gäste dürfen nur mit einer Begleitperson fahren
  • Gäste mit mehr als einer amputieren Gliedmaße dürfen nicht fahren

Interessante Infos zum Hersteller Bolliger & Mabillard

Der Hersteller von „Fenix“ ist das renommierte Unternehmen Bolliger & Mabillard aus der Schweiz. Das Unternehmen wurde 1988 von Walter Bolliger und Claude Mabillard gegründet. Seit der Gründung war Bolliger & Mabillard ein Pionier in der Freizeitpark Branche, mit zahlreichen neuen Achterbahntechnologien. Besonders zu erwähnen ist der Inverted Coaster, bei dem der Zug unter der Schiene hängt.

Ein Markenzeichen von Bolliger & Mabillard ist auch das Schienen Design. Optisch wirken die Schienen etwas klobiger und massiver, als die Schienen anderer Hersteller. Die Lauffläche ist hierbei auf dem Rücken des „Box Tracks“ befestigt. Vielleicht ist Euch schon einmal aufgefallen, dass die Schienen bei Fahrfiguren oft wie zusammengesetzte kleine Dreiecke aussehen. Dies ist dem „Box Track“ geschuldet, wodurch auch ein dunklerer und einmaliger Klang entsteht. Apropos Klang! Um Geräusche weiter zu unterdrücken, haben manche Achterbahnen Sand in den Schienen, wodurch der „Lärm“ reduziert werden kann. So zum Beispiel auch die „Black Mamba“ im Phantasialand. Ein weiteres Markenzeichen von Bolliger & Mabillard Achterbahnen ist der „Pre-Drop“ nach dem Lifthill. Dieser hat einen technischen Grund, denn durch diesen kleinen „Pre-Drop“, wird die Belastung der Lifthillkette reduziert. Durch diesen kleinen „Hubbel“, lastet nicht mehr das gesamte Zuggewicht auf der Kette, wodurch diese natürlich geschont wird.

Diese Art Wingcoaster sind seit 2011 auf dem Markt und bisher 16 Mal verkauft worden (Stand: April 2020). Der erste Käufer einer derartigen Achterbahn war übrigens das Gardaland. In Deutschland befindet sich die einzige Anlage mit „Flug der Dämonen“ im Heide Park Resort. Aber nun zurück zu „Fenix“ im Toverland!


Die Geschichte rund um „Fenix“ und „Avalon“

„Avalon“ versetzt die Besucher in die Welt von dem Zauberer Merlin und König Artus. Inspiriert von der keltischen Legende, wird „Avalon“ ein wahrhaftig magischer Ort werden. Zentrale Figur in dem Bereich wird Merlin sein, welcher zusammen mit dem Weggefährten „Fenix“ dafür sorgt, dass nur gute Magie in dem Bereich herrscht. Die Gegenspielerin wird hingegen die Hexe Morgana sein, welche hinter jeder Ecke im Bereich lauern könnte.Das Toverland wollte bereits eher die Figur Merlin im Park integrieren. Doch zuvor habe es sich einfach nicht angeboten. Die Inspiration kam aus Filmen wie Harry Potter oder Herr der Ringe. Aus der zuletzt genannten Trilogie, stach der Zauberer Gandalf dem Kreativteam besonders hervor.

Damit die Stimmung in „Avalon“ durchgängig erlebbar ist, hat das Toverland erneut mit IMAscore für die musikalische Untermalung zusammen gearbeitet. Insgesamt 190 Minuten Audio Material hat das deutsche Unternehmen produziert. Darunter neben Hintergrund Musik, auch zahlreiche Sound Effekte. Die Musik aus „Avalon“ könnt Ihr übrigens auch im Toverland kaufen. Die CD besitzt 14 Lieder und spielt 46 Minuten, einen Eindruck der Musik erhaltet Ihr in diesem Video:

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Was erwartet dich sonst noch in „Avalon“?

Doch was erwartet Dich neben „Fenix“ noch in „Avalon“? Mit „Merlin’s Quest“ noch eine weitere Attraktion aus dem Universum um König Artus. Die 12 Minuten lange Fahrt, geht durch die Gewässer von „Avalon“. Die Geschichte zu der Attraktion besagt, dass die Besucher mit Merlin auf die Suche nach „Tir na nÓg“ gehen. Dies ist der Brunnen des ewigen Lebens. Neben der beschaulichen Fahrt durch „Avalon“, fahren die Boote auch in einen Dark Ride Part in Form einer Ruine. Die Strecke ist 430 Meter lang und hat insgesamt 14 Boote (wovon 2 auch von körperlich eingeschränkten Personen benutzt werden können). Erwähnenswert ist, dass „Merlin’s Quest“ die erste Attraktion im Toverland mit Dark Ride Part ist. Gebaut wurde die Fahrt von dem deutschen Hersteller Mack Rides. Innerhalb einer Stunde können bis zu 950 Personen das Abenteuer erleben.

Während dem Aufenthalt im Toverland bekommt man natürlich auch mal Hunger. So befindet sich das á la carte Restaurant „The Flaming Feather“ im Themenbereich. Somit ist es das erste Restaurant mit Tischservice im Toverland. Das Angebot ist bewusst rustikal gehalten. So werden diverse Fleischgerichte angeboten und die Getränke in Krügen und Karaffen serviert. „The Flaming Feather“ besitzt im Innenbereich 130 Sitzplätze und im Außenbereich 300 Sitzplätze. An dem Gebäude befindet sich auch ein Spielplatz für die jungen Abenteurer. Möchte man lieber eine schnelle Mahlzeit zu sich nehmen, befindet sich in der Nähe ein Imbiss namens „Smouldering Roasts“.


Wie gut ist „Fenix“ und „Avalon“ im Toverland?

Das Toverland hat mit dem Themenbereich „Avalon“ und der Achterbahn „Fenix“ ein tolles Gesamtpaket geschaffen, welcher optisch und vom Fahrangebot her sich wunderbar in das bisherige Angebot einbettet. „Avalon“ ist eine kleine Welt für sich und lässt die Besucher sich ein wenig wie Helden fühlen. Auch die Wasserattraktion „Merlin’s Quest“ zeigt, zu welchen Dark Rides der junge niederländische Freizeitpark in der Lage wäre. Wir würden uns in naher Zukunft eine reine Themenfahrt sehr wünschen und fiebern dieser Attraktion auch schon etwas hingegen.